Goldener Herbst im Bitburger Land
--> Rund um den Stausee Bitburg und das mittlere Prümtal


  • Weg: Vom Parkplatz mit der Tourist-Information am Stausee Bitburg zur Kapelle "Einsiedelei". Von dort in Richtung Schloss Hamm und bis nach Echtershausen. Nun weiter, am Ufer der Prüm entlang, nach Merkeshausen und von dort auf der anderen Flussseite wieder zurück nach Echtershausen. Von hier führt der Weg dann hinauf zum Gipfelkreuz des Ringelsteins und anschließend wieder hinab zum Stausee und dem Parkplatz --> Streckenkarte
  • Weglänge: ca. 18,5 km
  • Dauer: 5 h
  • Schwierigkeit: Mittel, mit Steigungen.
  • Bewertung: Schöne Wanderung mit vielen Aussichten. Vor allen Dingen ab Echtershausen an der Prüm entlang ist der Weg besonders reizvoll.
  • Informationen und Karten: Wer einen Blick auf die Wanderkarte 1 : 25 000 Bitburger & Speicherer Land wirft, liegt sicher nicht verkehrt. Gutes Info-Material zu dieser Tour gibt es unter outdooractive.com, Infos zum Schloss Hamm, auf dem auch übernachtet werden kann, gibt es auf der Website.

Der Parkplatz an der Tourist-Information liegt beinahe verlassen, kaum ein Auto hat sich jetzt im Spätherbst hier her verirrt, die Tretboote sind schon für den Winter eingelagert und auch auf der Gästeterrasse des Kioskes sind Stühle und Sonnenschirme bereits zusammengeschoben. So verlassen wird es heute auf der gesamten Strecke bleiben, nur einmal, viel später auf dem Weg, treffe ich einen Holländer, der mit dem Fahrrad unterwegs ist.

Auf dem Uferweg geht es zunächst zum Überlauf am Ende des Sees, auf der anderen Seite der Brücke führt der Weg dann den Berg hinauf, bis eine kleine Kapelle erreicht ist. Die letzten Meter dorthin gelangt man über einen Kreuzweg, doch dies ist sicher nicht der Grund, warum dieser Ort Einsiedelei heißt. Einen ersten, schönen Weitblick hat man von hier.

Den nächsten, schönen Ausblick gibt es dann auf das Schloss Hamm, das im Tal der Prüm ein Stück des Weges weiter liegt. Bis hier her, und auch noch ein Stück des weiteren Weges, geht es durch gerade jetzt im Herbst wunderschönen Laub- und Mischwald.

Wenn man dann das erste Mal wieder aus dem Wald herauswandert und auf ein den Hügel überspannendes Feld schaut, das es zu umrunden gilt, sollte man auch gar keinen Fall versäumen, einmal stehen zu bleiben und sich herumzudrehen. Denn auf Grund der mittlerweile ereichten Höhe breitet sich im Rücken des Wanderers nun ein prächtiger Weit- und Panoramablick aus, der sich lohnt.

Eine Stunde später habe ich dann Echtershausen erreicht und rund die Hälfte der Wegstrecke ist geschaff. Echtershausen ist ein netter, kleiner Ort, der einem dieses ländlich, verschlafene Gefühl gibt. Kaum ein Mensch ist auf der Straße zu entdecken, ein Hund bellt in seiner Ruhe gestört und der Brunnen plätschert auf dem Dorfplatz in der Nähe der kleinen Kapelle. Bei einer kleinen Rast und dem Eintauschen der Hände in das kühle Nass kann man hier überlegen, ob man die Strecke abkürzen und zum Parkplatz gehen will, ohne die Schleife bis Merkeshausen und zurück zu gehen.

Wer sich dafür entscheidet, der verpasst aber das schönste Stück des Weges durch das Prümtal. Und nicht nur das Tal ist schön, auch der Weg am Flussufer wird immer schmaler und verträumter. Zunächst rauscht die Prüm noch in einem breiten Tal mit grünen Weiden am Rande des Ufers. Doch schon bald wird das Tal enger, schieben sich die Berghänge dichter aneinander, sodass für den Weg immer weniger Platz bleibt und dieser zu einem schmalen Pfad wird.

Bevor das Gut Merkeshausen jedoch erreicht ist, öffnet sich das dichtbewaldete Tal wieder und alte Obstbäume begleiten den Weg ein Stück. Versteckt, aber durchaus herrschaftlich anmutend, tauchen dann die verstreut im Wald liegenden Gebäude zwischen den Bäumen auf.

Die Prüm fließt hier sehr ruhig und gemächlich vor sich hin. Breit schlängelt sie sich an dieser Stelle unter einer Brücke, die zum Gut führt, und unter den weit herabhängenden Bäumen, die dicht das Ufer säumen, hindurch. Spätestens ab hier geht es nun wieder zurück zum Ausgangspunkt am Bitburger Stausee.

Echtershausen ist schnell wieder auf der nun anderen Uferseite der Prüm erreicht. Es folgt ein längerer, steilerer Aufstieg auf einem schmalen Weg den steinernen Hang hinauf. Ziel ist das Gipfelkreuz des Ringelstein. Am Ende dieses Pfades warnt dann ein Schild: Achtung Bogenschiessen! – Verletzungsgefahr – Betreten auf eigene Gefahr. Interessanterweise ist dieses Schild nur einseitig angebracht, d. h. es ist nur zu lesen, wenn man von oben nach unten wandert, zu Beginn es Aufstieges gab es einen solchen Hinweis nicht und ein Ausweichen wäre auf dem schmalen Grat auch gar nicht möglich.

Es folgt ein kurzes Stück über ein Feld, bevor es in Serpentinen zum Ringelstein hinauf geht. Ein weiterer, schöner Ausblick ist die Belohnung für die Mühe.

Steil, auf einen schmalen Pfad, geht es dann den Berg wieder hinunter. Auf dem Niveau des Bitburger Stausees angelangt, ist der Parkplatz nicht mehr weit. Von dort macht der Blick dann noch einmal die Runde durch das wunderschöne, herbstlich bunte Tal der Prüm.





































































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