Wanderung zwischen Kalk- und Hocheifel
--> Der Dreimühlener Wasserfall, Nohner Bach, Trierbach und Hollersseifen


  • Weg: Vom Parkplatz Nohner Mühle an der L 68 zum Wasserfall Dreimühlen. Mit dem Rundweg am Wasserfall vorbei und über die Brücke. An einer Sprengtonne im Ahbachtal hinauf nach Nohn und im Ort an der Kirche vorbei. Mit der Landstraße ins Tal, wo kurz vor einer Brücke ein Weg links am Nohner Bach entlang Richtung Norden führt. An der L 72 ins Trierbachtal und damit in südlicher Richtung bis Dankerath. Durch das enge Tal Hollersseifen zurück an den Ortsrand von Nohn und zum Parkplatz --> Streckenkarte
  • Weglänge: ca. 18 km
  • Dauer: 4,5 h
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Bewertung: Schöne Wanderung, aber nicht spektakulär.
  • Informationen und Karten: Der Ort Nohn im Netz: nohn-eifel.de.
    Wissenswertes über den Wasserfall Dreimühlen kann man am besten hier nachlesen.
    Die Wanderkarte 1 : 25 000 Oberes Ahrtal, die Wanderkarte Nr. 11 des Eifelvereins, ist zu empfehlen, da es sich bei dieser Route um eine eigene, aus verschiedenen örtlichen Wanderwegen zusammengestellte, handelt. Außerdem sind die Markierungen offenbar sehr vernachlässigt worden und nicht mehr überall zu finden.
    Der Wasserfall lässt sich auch am Ende der Wanderung einbinden, in dem man nach dem Hollersseifen einfach dem GEO-Pfad Richtung Wasserfall folgt und dann erst zur Nohner Mühle läuft.

Diese Wanderung ist, wie oben schon geschrieben, wirklich schön, bietet aber keine erwähnenswerten Besonderheiten, sieht man einmal vom Wasserfall Dreimühlen ab, der hier aber als Anlaufpunkt nur wegen seines Bekanntheitsgrades und der Nähe zum eigentlichen Weg eingefügt ist. Dies macht sich auch mit der geringen Anzahl der Fotos bemerkbar.

Die Idee für diese Wanderung ist mir während ich durch das Armutstal gelaufen bin in den Sinn gekommen. Dabei hatte ich nämlich zu Beginn die Wanderkarte immer an der falschen Seite aufgeschlagen und diese "falsche" Seite zeigte den Ort Nohn und einen örtlichen Wanderweg, der am Nohner Bach entlang führt. Zuhause habe ich mir diese Kartenseite dann einmal genauer angesehen und so entstand der Plan für diese Tour.

Auf dem Weg nach Nohn erinnere ich mich daran, dass ich zum Wasserfall Dreimühlen schon einmal gewandert bin, etwa 20 Jahre zuvor und aus Richtung Üxheim kommend. Damals hatte mich dieses Rinnsal, das dort den Hang durch das Moos herunter gerieselt gekommen war, nicht besonders beeindruckt. Als ich auf dem Parkplatz an der Nohner Mühle parke, schaue ich mir die Wandertafel, die dort steht, an und beschließe, mir den Wasserfall noch einmal anzusehen, um Erinnerungen aufzufrischen.

Tatsächlich finde ich den Wasserfall an diesem Tag dann auch ganz interessant. Irgendwie wirkt er im Sonnenschein ganz anders als ich ihn im Gedächtnis behalten hatte. Vielleicht waren die Begleitumstände vor Jahren auch nicht so günstig, aber ich bin mir sicher, dass es den Holzsteg noch nicht gab und es am Fuß des Wasserfalls feucht und matschig gewesen ist. Auch war es im Tal, an diesem Nachmittag im Winter, schattig und kühl und eine Tafel mit Erläuterungen gab es auch noch nicht.

Doch das, was auf der Tafel heute zu lesen ist, ist interessant. Erzählt die Tafel doch, wie dieser Wasserfall entstanden ist und dass die Stufe, die der Wasserfall herunterfließt, jedes Jahr um 8 – 10 cm wächst. Außerdem lese ich dort, dass man wenige Jahre vor meinem letzten Besuch noch einen Teil der Wand wegen Einsturzgefahr abgetragen und den verbleibenden Teil durch Betonfundamente stabilisiert hatte. Von den Fundamenten ist heute nichts mehr zu sehen, denn sie sind bereits vom Kalkstein überwachsen. Also sah es wirklich vor 20 Jahren hier noch ganz anders aus.

Nohn ist ein kleiner Ort, den man schnell durchwandert hat. An der Kirche vorbei nehme ich die Landstraße ins Tal und zweige vor der Brücke mit dem Weg Nummer 16 links von der Straße ab. Hier schlängelt sich nun der Nohner Bach in Richtung Norden durch das breite Tal, dessen Wiesen links und rechts des Baches den Weiden für Kühe genug Platz bieten.

Immer an der linken Seite des Baches führt der Weg nun mal mehr, mal weniger nah an den Bachlauf heran, der sich in seinem natürlichen Bett durch den Talgrund windet. Meist verläuft der Weg am Rande des Waldes unter dem Tunneldach der Laubbäume, die allerdings jetzt im Herbst schon eine Menge Blätter verloren haben. Diese wiederum rascheln nun lautstark um die Schuhe herum.

Für die Strecke durch das Nohner Bachtal braucht es etwas eine gute Stunde. Der Weg ist wirklich schön, gerade im Herbst, sicher aber auch im Frühling, wenn das zarte, frische Grün sprießt und die Wiesen von vielen, bunten Blumen bevölkert werden. Doch es gibt eben nichts darüber zu berichten.

Ähnlich verhält es sich mit dem Trierbachtal, dass ich mit der L 72 erreiche. Über die Brücke hinweg, unter der sich Nohner und Trierbach vereinen, wandere ich mit der Nummer 4 von hier zurück in südlicher Richtung. Später kommt auch wieder die Nummer 3 mit hinzu.

An einer Wiese, die sich zum Bach hinunter erstreckt, zweige ich dann von meinem Weg ab und folge der Fahrspur durch die Wiese. Mit ihr treffe ich nach einem Anstieg auf einen asphaltierten Weg, mit dem ich weiter bis in den Ort Dankerath, der am späten Nachmittag schon langsam vom Schatten des Waldes erfasst wird, hinauf steige. Hinter dem Ort, auf einer Anhöhe am Waldrand, steht eine Bank und hier hat man dann wieder einen dieser wunderbaren Blicke über einen Teil der Eifel – wirklich schön!

An dieser Stelle finde ich auch den Weg Nummer 16 wieder und folge ihm jetzt erneut. Im Wald gehe ich an einer Kreuzung kurz links, sofort vor einem Kreuz am Wegrand rechts, an der folgenden Möglichkeit wieder rechts. An einem Schild worbei, das auf einen Hydranten hinweist, finde ich an der nächsten Kreuzung auch einen Wegweiser nach Nohn. So gelange ich bald in ein enges Tal, dem Hollersseifen, in dem es wieder bergab geht. Unten angekommen, befinde ich mich dann wieder im Nohner Bachtal und gelange über eine Brücke und offene Weiden am Dreymüllerhof vorbei zum Parkplatz an der Nohner Mühle.



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