2. Etappe: Bruschied - Gehlweiler (19,5 km)


Beginn der Wanderung direkt an der FeWo in Bruschied. Die Rückfahrt von Gehlweiler ist schon im Vorfeld mit einem Taxiunternehmen vereinbart worden und ein Wagen kommt nur wenige Minuten nach dem Anruf (19,50 € + Trinkgeld).

Start: 10:15 Uhr Bruschied
Ende: 17:35 Uhr Bushaltestelle Gehlweiler/Brücke

Nach sternenklarer Vollmondnacht ist auch am Morgen keine Wolke am Himmel, dafür hängt dichter Nebel im Tal, so dass Bundenbach auf der gegenüberliegenden Talseite erst gegen 10 Uhr wieder zu sehen ist.

Nach einem kurzen Schwatz mit dem Vermieterin der Ferienwohnung schultere ich den Rucksack und breche zur heutigen Wanderung auf. Das Angebot, mich die 2 km ins Tal bis Rudolfshaus zu fahren, hatte ich zuvor abgelehnt, immerhin gibt es einen Zuweg, der mich den Hang hinunter zum SWS am Forellenhof führen wird. Allerdings verpasse ich so rund 1,25 km, die mir von der Straße bis dorthin fehlen. Doch das werde ich sicher verkraften können, habe ich im Vorfeld beschlossen.

Gespannt bin ich auf den heutigen Weg und hoffe, dass ich heute, nachdem die gestrige Tour ein wirkliches Gefühl von Alleinsein mit sich und der Natur schon auf Grund der häufigen Verkehrsgeräusche und der Querung mancher Siedlung nicht hat aufkommen lassen, ein wirkliches Abenteuer erleben werde - immerhin wirbt der Tourimusverband mit dem Slogan "Ab ins sanfte Abenteuer". Andererseits war klar, dass die erste Etappe in dieser Beziehung noch nicht der große Wurf sein und nur zum Warmlaufen geeignet sein würde.

Vom Dorfrand von Bruschied verläuft der Zuweg des SWS zunächst durch offene Felder und Wiesen talwärts, Sonnenschein inklusive. Schließlich quere ich die ins Tal führende Landstraße und muss ein Stück an ihr entlang, bevor ich in den Wald auf der anderen Straßenseite eintauchen kann. Bald höre ich das laute Rauschen eines Baches, während Eichelhäher mal wieder mein Kommen ankündigen. Mit einer Holzbrücke gelange ich schließlich über den Hahnenbach und zu den Häusern des Forellenhofes, einem Hotel und Restaurant, dessen Schild mir schon am Vortag an der Landstraße bei Rudolfshaus aufgefallen war. Zwischen den Gebäuden hindurch treffe ich am Waldrand auf den SWS und folge ihm nun wieder. Gleichzeitig zeigt ein Wegweiser an, dass ich nun auch auf dem Saar-Hunsrück-Steig und der Traumschleife "Hahnenbachtaltour" unterwegs bin. Mit diesen Wegen wandere ich auf einem schönen Weg durch den schattigen Laubwald, den rauschenden Hahnenbach unter mir.

Nach nur wenigen Schritten bleibe ich am ersten Eingang zweier Felstunnel stehen und lese auf einer Infotafel, dass vor mir die Überreste der Blei- und Zinkerzgrube "Friedrichsfeld" liegen. Zweimal heißt es für mich danach den Kopf einziehen, denn der Weg führt ein Stück durch diese Tunnel, bevor ich anschließend alte Gleisreste entdecke, die an den Abtransport der Erze bis zum Jahre 1952 erinnern.

Wieder nur gut 500 Meter später macht der ansteigende Weg, der inzwischen durch einen Tunnel aus herbstlich gefärbten Bäumen verläuft, eine 180°-Kehre. Dort befindet sich eine dieser geschwungenen Liegen, die oft an besonders schönen Plätzen aufgestellt worden sind. Tatsächlich hat man von diese Stelle einen tollen Blick auf die Mauern der Ruine der weitläufigen Anlage der Schmidtburg, die auf der anderen Seite des Hahnenbachtales aufragen. Zum ersten Mal lasse ich mich am heutigen Tag nieder und genieße die Aussicht.

Nur wenig weiter führt des SWS mich über Stufen den Hang hinauf. Oben angekommen habe ich das Niveau der Burg erreicht und es bietet sich ein noch besserer Blick auf die Anlage. Ein paar Schritte später weist ein Markierungspfosten zu einem Aussichtspunkt. Von dort habe ich einen neuen, lohnenswerten Blickwinkel auf die Schmidtburg.

Schließlich komme ich zum Parkplatz des Besucherbergwerkes "Herrenberg". Hier entscheide ich mich zunächst, einen weiteren Aussichtspunkt zu erklimmen, von dem ich natürlich wieder einen herrlichen Blick auf die Burg habe, diesmal auf die Mauern hinab.

Nach der Rückkehr vom Aussichtspunkt bringt mich der SWS zum Besucherberg mit dem Fossilienmuseum. Auch eine Gastronomie mit großer Außenterrasse gibt es dort, von der man natürlich auch einen schönen Blick auf die Schmidtburg hat. Nach dem Forellenhof sind hier erstmals wieder einige Menschen, die zum Bergwerk gehören, aber auch Wanderer der Traumschleife.

Oberhalb des Bergwerkes bewachen zwei Götterstatuen den Weg, der wenig später unter dem Blätterdach hervortritt und so auf die offene Fläche mit der rekonstruierten Keltensiedlung "Altberg" blicken lässt, diese allerdings versteckt hinter einen mannshohen Palisadenzaun. Saar-Hunsrück-Steig und Traumschleife haben die Götterstatuen abhalten können, diesen Weg zu nehmen, den SWS aber nicht, und so bin ich auf dem Plateau allein und kann die Aussicht auf die umliegende Landschaft ungestört genießen, natürlich wieder mit Blick auf die Schmidtburg. Besichtigen kann man die Holzhäuser der Siedlung an diesem Tag nicht, zumal ich dazu auch eine Eintrittskarte am Besucherbergwerk hätte kaufen müssen. Die Tore sind verschlossen und so bleibt mir nur ein Blick zwischen den angespitzten Pfosten hindurch und den Hinweis zu lesen, dass im Sommer hier ein buntes Treiben herrschen soll. Der große Platz vor dem Dorf lädt geradezu für Versammlungen oder auch zum Zelten ein. Letzteres ist hier über Nacht nicht erlaubt, dafür ist ein Zeltplatz auf der Schmidtburg vorgesehen.

Von der Altburg führt der SWS wieder hinunter in das Hahnenbachtal. Auf dem Weg dorthin fällt mir auf, dass der Weg in der Mitte circa 30 Zentimeter breit vom Laub befreit und an dieser Stelle der nackte Fels zu sehen ist. Zuerst denke ich, dass dies die Fahrspur von Mountainbikern ist, dann wird mir klar, dass der Regen am Tag meiner Ankunft im Hunsrück so stark gewesen ist, dass er hier eine Rinne frei geschwemmt hat.

Der SWS wechselt die Wege und am Hahnenbach angekommen halte ich an einer Fuhrt. Trüb braun ist das Wasser, breit der Bach - auch dies Folgen des vergangenen Starkregens?/p>

Über eine alte Metallbrücke wechsele ich dann das Ufer des Gewässers. Ein Stück weiter befindet sich ein Wegweiser, der einerseits nach rechts zur 300 Meter entfernten Schmidtburg zeigt, nach links aber den Weg des SWS den Hang hinauf weist. Soll ich mir die Burganlage auch noch von innen ansehen? Ich entscheide mich dagegen, denn ich finde, dass ich genug von der Burg gesehen habe und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Ansichten von innen die von außen übertreffen können. Außerdem will ich endlich Kilometer machen, denn ich habe bis hier her gerade mal sechs in drei Stunden geschafft.

Doch es kommt anders, denn nur wenig weiter gibt es eine Infostelle des Wassererlebnispfads Hahnenbach. Schautafeln erklären das Leben am Fließgewässer. Direkt daneben ist eine Feuerstelle – handelt es sich hier etwa um ein Trekkingcamp für Wanderer?

Mit dem Lehrpfad und dem wieder auf meinen Weg gestoßenen Traumpfad geht es am Bach auf einem Absatz am Hang weiter. Fragekästen und Spieltafeln halten mich jetzt immer wieder auf, denn die sind, auch wenn eigentlich für Kinder gedacht, spannend gestaltet und es macht viel Spaß, die Tafeln zu drehen, um zu sehen, was passiert.

1,5 Kilometer später liegt plötzlich ein Weiher vor mir und eine Bank, aufgehangen an vier Ketten, lädt zum Schaukeln ein. Wieder ist eine kurze Pause angesagt.

Direkt hinter dem Weiher trennt sich der SWS von allen anderen (Rund-) Wegen und ich wandere jetzt allein den aufsteigenden Weg den Berg hinauf, bis ich unvermittelt vor einer weiten Wiesenfläche stehe. Darüber hinweg habe ich nun einen weiten Blick nach Süden und Westen in die offene Landschaft und über die zurückliegenden Wälder. Eigentlich also in die Richtung, in der auch die Schmidtburg liegen müsste. Doch die ist verschwunden und nicht mehr zu sehen, solange ich auch nach ihr suche.

Die Sonne scheint warm auf mich hinab, als ich mich darangebe, durch die Wiesen zur L 184 hinauf zu gehen. Rechter Hand liegt bald Schneppenbach, der Nachbarort von Bruschied, so dass ich von der Straße aus nach nur zwei Kilometern meine Unterkunft erreicht haben könnte. Schon eine Weile bevor ich an die Landstraße komme, fällt mir ein Mann in einem Elektrorollstuhl auf, der an einem Parallelweg auf der anderen Straßenseite steht. Auch der Mann scheint die Sonne und die Aussicht zu genießen, jedenfalls wartet er, bis ich die Straße erreicht und überschritten habe. Dann wende er und fährt den parallelen Weg, der vermutlich asphaltiert ist, hinauf in Richtung Wald, auf den auch ich nun zugehe. Natürlich ist der Rollifahrer schneller als ich das bergan bin, aber sein Weg dürfte etwas weiter sein, und irgendwie habe ich es im Gefühl, dass er mich oben im Wald, wo sein Weg wahrscheinlich meinen kreuzt, abfangen will. Und genauso kommt es: Der Rollstuhlfahrer erreicht die Stelle einige Augenblicke vor mir und bleibt dort erwartungsvoll stehen, um auf mich zu warten. Doch ich tue ihm diesen Gefallen nicht, denn dieses Rennen hat mir so überhaupt keinen Spaß gemacht und war unfair. Zu meinem Glück gibt es eine vogelkundliche Tafel, vor der ich erst einmal stehen bleibe, um sie eingehend zu studieren. Dabei drehe ich dem Mann den Rücken zu, um eindeutig zu zeigen, dass mir der Sinn nicht nach einer Unterhaltung steht. Da mein Weg für einen Rollstuhl nicht geeignet ist, der Mann möglicherweise auch verstanden hat, dass ich kein Gespräch wünsche, fährt er schließlich weiter und lässt mich allein.

Der SWS verläuft weiterhin leicht bergan durch ein ruhiges Waldgebiet, in dem ich kurz vor dem Erreichen des Teufelsfels an einer Schutzhütte vorbeikomme. Ein Wegweiser zeigt an, dass es von hier bis Bruschied sogar nur 1,6 Kilometer sind, während ich noch gut 8 vor mir habe - eine verlockende Versuchung!

Doch ich bleibe standhaft und gelange so an den Turm auf dem Teufelsfels. Um auf die Aussichtsplattform zu kommen, muss ich nun 54 Stufen und 14 Meter in die Höhe steigen, doch für diese Mühsal werde ich, oben angekommen, mit einem sagenhaften Rundumblick belohnt!

Wieder zurück auf dem Boden, will ich mir eine Pause in der Sonne gönnen. Dazu setze ich mich an einen der Picknicktische und strecke mich den warmen Strahlen entgegen. Doch nur wenig entfernt steht einer diese geschwungenen Liegen, mit denen man die Beine so bequem in die Höhe legen kann, und ich beschließe, dies auch zu tun. Leider verschwindet die Sonne gerade hinter den Blättern einer Baumkrone, als ich mich dort niederlasse. Ich esse ein paar mitgebrachte Kekse und trinke ausreichend, doch schnell wird es durch den doch kühlen Wind im zunehmenden Schatten zu kalt, zumal ich geschwitzt habe, und ich packe meine Sachen schneller zusammen, als ich geplant hatte.

Auf einem schönen, weichen Pfad zwischen Buchen und Eichen geht es weiter. Während ich die Strecke genieße, fällt mir eine Markierung auf, die sich bei näherem Hinsehen als die des Europäischen Fernwanderwegs E3 vom Atlantik bis zum Böhmerwald herausstellt. Diesen Weg hatte ich mir im Vorfeld gemerkt, weil ich damit am Ende der Etappe kurz vor Erreichen der B 421 im Kellenbachtal vom SWS abgehen und nach Gehlweiler gehen möchte, um von dort mit dem Taxi zurück nach Bruschied zu fahren. Dem Unternehmen hatte ich mein Kommen mit zwischen 16 und 17 Uhr angekündigt. Zum Glück habe ich dann vereinbart, dass ich anrufen würde, wenn ich an der Bushaltestelle an der Brücke von Gehlweiler angekommen sei, weil ich meine genauer Ankunftszeit nicht vorhersehen konnte.

Eine Eiche hat sich dann quer über den Weg gelegt und ich muss ihre Krone umgehen. Dabei geht mir durch den Kopf, dass ich inzwischen schon so manchen Baum gesehen habe, den der heftige Sturm vor zwei Tagen umgelegt hat!

Nicht weit vom Teufelsfels befindet sich ein alter Grenzstein und verschiedene Wege kreuzen sich hier. Der SWS verläuft weiter geradeaus, der E3 biegt nach links ab, zum Blickenstein, der im Pocketguide zum Steig als lohnenswerter Abstecher bezeichnet wird, geht es nach rechts. Zu sehen ist nichts von einem markanten Punkt, im Gegenteil, ich befinde mich in einem herrlichen Laubwald mit hohen Bäumen. Aber kann die versprochene Aussicht besser sein, als die vom Turm am Teufelsfels kurz zuvor? Da die Füße angefangen haben zu brennen - ich bin mit Wanderschuhen unterwegs, die ich seit etwa einem halben Jahr einzulaufen versuche, und ganz und gar nicht mit diesem Paar zufrieden -, ich schon spät bin und es noch rund 7 Kilometer bis Gehlweiler sind, ist der Beschluss, nicht zum Blickenstein zu laufen, schnell gefasst.

Moosüberwachsene Steine liegen nun überall auf dem Waldboden verteilt herum und machen das Gehen mühselig, da ich nun sehr darauf achten muss, wie ich trete. Einmal, als ich stolpere, kann ich mich gerade so mit ein paar Schritten wieder fangen. Zum Glück geht das gut, denn ein Sturz hätte auf dem unebenen, steinigen Geröllfeld sicher schlimme Folgen wie ein aufgeschlagenes Knie oder Ellenbogen, möglicherweise sogar einen Bruch, haben können. Hilfe herbei zu holen, wäre sehr schwierig im unwegsamen Gelände, wenn das Mobiltelefon überhaupt Empfang hat... Gleichzeitig fällt mir auf, dass mir niemand mehr seit dem Rennfahrer begegnet ist.

Dann erreiche ich ein Feld mit aufgeschichteten Steinhaufen: Bestimmt mehr als hundert unterschiedlich große Steinmännchen sind hier versammelt. Wie lange mag es gedauert haben, bis diese zusammengekommen sind?

Nach und nach werden dann die Steine, über die ich steigen muss, weniger und ich bin froh, dass ich wieder ein wenige ausschreiten kann und nicht ständig vor mich hin auf den Boden schauen muss, immer noch bin ich aber von Niederwald umgeben.

Nach dem Vorbeilaufen an der Womrather Höhe senkt sich der Weg schließlich wieder, unter den Sohlen habe ich nun weiche Tannennadeln, und zum ersten Mal beschleicht mich eine Ahnung, was es auf sich hat mit dem Beinamen des SWS, den ich am Morgen von meiner Ferienwohnungbetreiberin gesagt bekommen habe: Weg der Stille. Lange habe ich keinen Menschen mehr zu Gesicht bekommen, Siedlungen scheinen weit entfernt zu sein und genau dies ist es, was ich mir vom Soonwaldsteig erhofft hatte.

Plötzlich steht da noch einmal ein Schild, das zum Blickenstein zeigt und offenbar handelt es sich dabei um die nahegelegene Steinformation. Diesmal folge ich also dem Hinweis und klettere wenige Meter weiter auf einen der Felsen. Tatsächlich ist die Aussicht dann aber sehr eingeschränkt, denn aufstrebende Büsche und Bäume verstellen den Blick. Aber auch ohne dem wäre der nicht so grandios, wie der noch zuvor vom Teufelsfels. Und das, obwohl der Teufelsfels an sich sogar 15 Meter niedrieger als der Blickenfels ist.

Kurz bevor ich wieder auf den SWS stoße, kommt es dann zu einer Begegnung mit einem Eiligwanderer mit Stöcken - doch nicht so ganz allein im Wald, denke ich und bin froh, dass wir uns nicht so nahe kommen, dass wir uns hätten begrüßen müssen. Wahrscheinlich hat der Mensch mich gar nicht bemerkt.

Zurück auf dem SWS studiere ich den Wegweiser und stelle fest, dass 3,5 km bis zur Simmerbachtalbrücke angegeben werden. Langsam muss ich also schauen, dass ich wieder mit dem Wanderweg E3 zusammenkomme, um ihn als Weg nach Gehlweiler zu nutzen. Zur Abwechslung geht es jetzt durch Buchenhochwald.

Rechts geht es dann ab vom Forstweg und sehr steil hinab, bis ich auf einen querenden Weg gelange. Dabei handelt es sich tatsächlich wieder um den E3 und mit dem breiten Waldweg geht es nun stetig abwärts.

Schließlich öffnet sich der Wald und ich habe einen wunderbar weiten Blick in die umgebende Landschaft, in der von meinem Standpunkt aus gesehen aber auch eine ganze Reihe von Ganzjahresspargel zu sehen sind - die Gewinnung von Windenergie ist in diesem Teil des Hunsrücks offenbar ein großes Thema. Außerdem bemerke ich einen Ort und hoffe, dass es sich dabei schon um Gehlweiler handelt.

So lange wie es mir dann erscheint, dass ich bergab gewandere, so lange ist es mir gar nicht vorgekommen, dass ich bergauf gegangen bin. Doch irgendwann auf dem Weg nach unten sind aus dem Tal immer deutlicher Verkehrsgeräusche zu hören, was ein eindeutiges Zeichen für die näher kommende B 421 ist.

Dann ist es soweit, der SWS biegt nach rechts den Hang hinunter zur inzwischen deutlich vernehmbaren Straße ab, während der E3 weiter geradeaus verläuft und ich sage tschüss SWS, zumindest für heute!

2,3 Kilometer sind es jetzt noch bis Gehlweiler, knapp 700 Meter davon an der befahrenen Bundesstraße entlang, so dass ich froh bin, als ich an der Bushaltestelle vor dem Ort angekomme. Dort suche ich nach dem Mobiltelefon, um die Nummer des Taxiunternehmens in Gemünden anzurufen und habe auch sofort eine etwas überrascht wirkende Frau am Telefon. Sie verspricht, mich in zwei Minuten abholen zu wollen und braucht tatsächlich nicht viel länger.