Epilog: Zur Porta Nigra (2 km)

Am Ende der 15. Etappe des Eifelsteigs muss ich natürlich wieder zurück zum Auto, das ich in Kordel am Bahnhof abgestellt habe. Auch deshalb gehe ich vom Weisshauspark hinunter in die Stadt Trier. Der Weg dorthin führt mich am sogenannten Drachenhaus, einem Prachtbau, den sich ein ehemaliger Bürgermeister von Trier hat errichten lassen, über Treppenstufen und Klippen aus rotem Sandstein vorbei zur vielbefahrenen B 51. An ihr entlang komme ich zur Moselbrücke und überquere den Fluss - nicht ohne in der Flussmitte einen Moment stehen zu bleiben, in die dahingleitenden Wassermassen zu schauen und hinauf zum Weisshaus, wo ich den Weg suche, den ich mit dem Eifelsteig gekommen bin.

Trier, die älteste Stadt Deutschlands

Auf der Uferseite der Stadt nehme ich geradeaus eine ruhige Straße mit alten Häusern bis zum Grüngürtel, halte mich dort links, um mit dem Grünstreifen der Parkanlage bis zur bekannten Porta Nigra zu gehen. Dort schlendere ich durch das alte, römische Tor in die Altstadt von Trier, wo Menschen bei warmen Temperaturen vor Cafés und Lokalen sitzen, staunend vor den alten Gebäuden stehen oder mit dem Strom die Fußgängerzone auf und ab gehen. Ich gönne mir ein Eis, gehe weiter zum Marktplatz und schaue in die Kirche St. Gangolf hinein. Anschließend streife ich hinüber zum Dom und besichtige auch ihn.

Das also war die Wanderung auf dem Eifelsteig, hier endet sie. So recht will ich es noch gar nicht wahrhaben, schließlich bin ich mehr als einen Sommer lang, beinahe jede Woche einen Tag, auf der Strecke durch die Eifel unterwegs gewesen. Wehmut ergreift mich, als ich am Bahnsteig in Kordel aus dem Zug steige und zum Auto gehe. Ein letztes Mal habe ich die Rückfahrt geplant und ein letztes Mal fahre ich zurück nach Hause durch eine der wundervollsten und schönsten Landschaften Deutschlands.